Rebalancing

Rebalancing ist Risiko-Management
In einem gemischten Anleihen / Aktien Depot entwickeln sich die Aktienanlagen i.d.R. deutlich besser als die festverzinslichen Wertpapiere. Der Aktienanteil des Depots steigt daher kontinuierlich an. Kurz vor dem All-Time-High des Aktienmarktes wären Sie somit mit dem höchsten relativen Anteil des Depots in Aktien investiert. Das Depot hätte sich weit von der ursprünglichen Rendite-Risiko-Optimierung entfernt und würde Ihr festgelegtes Risikoniveau nicht mehr wiederspiegeln. Um diese prozyklische Risikosteigerung zu vermeiden wird ein Rebalancing des Depots durchgeführt.

Folgendes – vereinfachte – Beispiel soll die Problematik verdeutlichen:

Ausgangslage:

Anlagezeitraum: 3 Kalenderjahre
Anfangs-Depotvolumen: 100.000 Euro
Anfangs-Allokation: 70 % Anleihen = 70.000 Euro und 30 % Aktien = 30.000 Euro

Rebalancing Depot
SPMC-Rebalancing

Das Depot hat sich im Beispielsfall innerhalb von drei Jahren deutlich von der strategischen Allokation 70 % Anleihen / 30 % Aktien entfernt: Am Ende des dritten Kalenderjahres sind Anleihen mit ca. 15 Prozent untergewichtet und Aktien mit 33,3 Prozent deutlich übergewichtet. Würde zu Beginn des vierten Kalenderjahres ein Aktien-Crash von minus 30 Prozent eintreten, fehlen stabilisierende Kursgewinne aus den Anleihen im Depot und das in Aktien investierte Kapital würde von 46.980 Euro auf 32.886 Euro sinken.

Zur Vermeidung dieser Prozyklik Gefahr sollte Ihr Depot einem Rebalancing unterzogen werden.

Rebalancing ist die in festen Zeitintervallen durchgeführte Wiederherstellung der ursprünglichen strategischen Depot-Gewichtungen, indem relativ stark gestiegene Asset-Klassen reduziert werden und sich relativ schwach entwickelte Asset-Klassen zugekauft werden.

Rebalancing ist Teil des Risikomanagement-Prozesses, denn Ziel des Rebalancing ist die Wiederherstellung des festgelegten strategischen Chance / Risiko Verhältnisses des Gesamtdepots. Rebalancing ist keine Markt Timing Methode. Rebalancing hat nicht das Ziel, auf steigende oder fallende Kurse zu setzen.

Unmittelbar offensichtlich ist, dass die Rebalancing-Strategie Transaktionskosten und Steuern berücksichtigen sollte. Investmentfonds sollten daher ohne Ausgabeaufschlag gehandelt werden können.

Je mehr ein Portfolio in verschiedene Assetklassen investiert und je diversifizierter die Anlagen innerhalb einer Assetklasse sind, desto komplexer ist die Rebalancing Thematik. Auch beim Rebalancing eines Depots ist Sorgfalt und Fachkenntnis erforderlich.

Wir berücksichtigen bei der Festlegung Ihrer individuellen Rebalancing Strategie z.B. die folgenden Faktoren:

  • Transaktionskosten
  • Steuern
  • Komplexität
  • Arbeitsaufwand
  • Frequenz
  • Rebalancing versus Trendfolge
  • Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Depot
  • Absoluter Mindestbetrag für den risikofreien Depotanteil

Durch Rebalancing bleibt das Rendite-Risiko-Profil Ihres Depots auch mittel- und langfristig so eingestellt, wie es ursprünglich unter Berücksichtigung Ihres Risikoprofils und Ihrer Risikotragfähigkeit optimiert wurde. Besprechen Sie mit uns die für Sie individuell richtige Rebalancing Strategie.

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